Künstler-Statement
"Ich komme aus 3 Kontinenten und 12 Ländern. Ich habe 2 Heimatländer aber geboren bin ich in einem Land."
Maria del Pilar
Meine Kunst bewegt sich zwischen kultureller Erinnerung, emotionaler Tiefe und einer wachsenden Auseinandersetzung mit der Natur – sie ist poetische Spurensuche und künstlerisches Experiment zugleich. Ich erforsche, was uns als Menschen ausmacht: unsere Herkunft, unsere Vielfalt, unsere Gefühle. Mich faszinieren die sichtbaren wie auch die unsichtbaren Spuren – Gene, Erinnerungen, Alltagssplitter –, aber auch Fragen wie: Sind Emotionen universell oder individuell? Verbinden sie uns oder grenzen sie uns voneinander ab?
Diese Fragen durchziehen meine künstlerische Praxis. Ich arbeite mit Collage, Assemblage, Mixed Media und Drucktechniken, um die Vielstimmigkeit des Menschseins sichtbar zu machen. Dabei sind mir Ästhetik, Materialität und ein spielerischer Zugang wichtiger als reine Konzeptdarstellung – auch wenn konzeptuelle Tiefe stets Teil meiner Arbeit ist. Im Zentrum steht das Sichtbarmachen von Verbindungen, die bereits existieren: zwischen Menschen, Erinnerungen, Kulturen, Lebensräumen.
Meine Collagen erinnern mich oft an Gestalten wie Frankenstein oder den Golem – zusammengesetzt aus Fragmenten. Doch im Gegensatz zu deren Schöpfern geht es mir nicht darum, etwas Neues zu erschaffen, sondern das Ganze zu zeigen, das in uns allen schon vorhanden ist – vielschichtig, widersprüchlich, lebendig.
Meine Herkunft prägt mein Werk entscheidend. Ich bin die kulturelle Synthese dreier Welten: der afrikanischen, der europäischen und der indigenen Kultur der Tainos, den Ureinwohnern meiner Geburtsinsel La Hispaniola.
Zunehmend spielt auch die Natur eine tragende Rolle in meinem Schaffen. Nachhaltigkeit ist für mich nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern ein künstlerisches Prinzip – geprägt von Achtsamkeit, Respekt und dem Bewusstsein für zyklische Prozesse. Ich arbeite bevorzugt mit natürlichen oder recycelten Materialien und erforsche wachstumsbasierte Formen, die das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt spiegeln.
Besonders das Myzel – das feine, unterirdische Geflecht – ist für mich Symbol und Medium zugleich: Es steht für Verbundenheit, Wandel und stille Transformation. In meinen Arbeiten wird es zum lebendigen Ausdruck einer Haltung – vernetzt, wachsend, verwurzelt.
Meine aktuellen Arbeiten entstehen an der Schnittstelle von kultureller Erinnerung, ökologischer Forschung und künstlerischem Experiment – als vielschichtige Einladung, Verbundenheit neu zu denken.
Mehr über meine Kunst hier.
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